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| Frankfurter Rundschau Online-Portal soll den Schatz der 7000 in Rödermark heben Für den Theologen und Kommunikationswirt aus Ober-Roden gilt es in Rödermark einen Schatz zu heben: "Es müsste hier ein Potential von 7000 Leute geben, die an ehrenamtlicher Arbeit interessiert sind", schätzt der Pfarrer. Auf diese unglaubliche Zahl kam Welsch mit seinen Mitarbeitern durch eine bundesweite Statistik im Vorfeld der Planungen zum Rödermärker Online-Portal www.ich-will-helfen.de. Initiiert wurde die Idee, ein lokales Hilfenetz aufzubauen, jedoch durch eine harmlose Anfrage im Gemeindebüro. Eine Frau wollte gerne im Behindertenbereich helfen. "Wir hatten keine Idee, wie und wohin wir in Rödermark vermitteln könnten." Eine Planungsgruppe der Gemeinde schaute sich daraufhin nach anderen Vermittlungsstellen um, erkundigte sich im Seniorenbüro Winkelsmühle und beim Kreis Offenbach. Der Gruppe fiel bei diesen Recherchen auch besagte Studie in die Hände, "die unsere Meinung über das Ehrenamt auf den Kopf stellte." Demnach liegt das Hauptproblem bei der Vermittlung nicht bei den Helfern, "sondern auf der anderen Seite." Viele soziale Institutionen und Vereine seien nicht wirklich offen und bereit für das Ehrenamt. "Es fängt schon damit an, dass die Gesuche gar nicht offen kommuniziert werden", hat Welsch auch in Rödermark beobachtet. Man erwarte wohl, dass die Helfer von selbst kommen und die Arbeit einschätzen könnten. Das sei nicht der richtige Weg. Man müsse die ehrenamtlichen Einsätze im Grunde professionell ausschreiben, die Anforderungen und Bedingungen nennen. "Schnell war klar, dass der Kern unserer Arbeit eine intensive Öffentlichkeitsarbeit sein müsste." Also wurde nicht nur eine Internetseite konzipiert oder Broschüren an die Vereine geschickt, sondern auch parallel mit dem Ortsvereinsring, den Institutionen der Stadt und der freien Wohlfahrtspflege intensiv über das Projekt gesprochen. Inzwischen hat sich einiges bewegt: das Portal ist seit dem Sommer online und in der Rubrik der Gesuche sind 25 Stellen für Ehrenamtliche eingetragen: So sucht der MTV Urberach eine Hilfe für den überlasteten Hausmeister, um die große Sportanlage in Schuss zu halten. Mitunter sind die Anforderungen sehr speziell: Die städtische Jugendpflege bräuchte jemanden mit Flugerfahrung oder einen Piloten für das Jugend-Projekt "Flugsimulator am PC". Eine suchende Einrichtung in Ober-Roden ist auch die "Brücke", die an jedem Sonntagnachmittag einen Kaffeetreff für psychisch Kranke organisiert. Die Psychologin Gudrun Pfahl betont, dass der Treff immer mit einer hauptamtlichen Kraft besetzt sei, die Helfer also nie alleine die Gruppe betreuen müssten. Das Brücketeam wünscht sich für die Aufgabe Menschen, "die sich gerne unterhalten und ein offenes Ohr haben für Leute, die ansonsten wenig Kontakt haben." "Die Experten des Kreises Offenbach sagen uns, dass 25 Angebote für den Anfang ein sehr guter Erfolg sind", sagt Pfarrer Welsch. Folglich könne das Projekt jetzt in Phase Zwei eintreten: die gezielte Suche nach Helfern. Neben den Internetseiten kommen dafür in den nächsten Wochen Handzettel unter die Leute, als Beilage in den Lokalzeitungen und dem Müllkalender. Zusätzlich können interessierte Helfer via Mail, Telefon oder schriftlich per Formular mit der Ehrenamtsbörse Kontakt aufnehmen. Wer noch unsicher ist, kann in Beratungsstunden im Gemeindebüro oder im Jugendzentrum mit den Machern sprechen . Die Leitstelle "Ehrenamt" des Kreises Offenbach beobachtet das Rödermärker Modell aufmerksam. "Es ist ein Pilotprojekt und wird anderen Kommunen empfohlen, wenn es erfolgreich weiterläuft", berichtet Welsch. Im Vergleich zum Seniorenbüro Winkelsmühle in Dreieich setze man in Ober-Roden strikt auf Regionalisierung, "denn die Erfahrung mit den Ehrenamtsbörsen, Seniorenbüros oder Bürgerhilfen zeigt, dass die meisten Leute nur etwas in ihrem Ort machen wollen." Wichtig für den Erfolg ist, dass die Öffentlichkeitsarbeit nicht erlahmt. Hier unterstützen Stadt, Kreis und Land mit Zuschüssen, Räumen oder personell. Für 2004 ist in der Stadt ein Runder Tisch mit Betroffenen geplant. Aktionswochen zum Thema Ehrenamt sollen den Blick auf das Projekt lenken. Für die Vereine und Institutionen will Welsch außerdem Fortbildungen anbieten, um ihnen Unsicherheiten zu nehmen: "Wie werden Ehrenamtliche versichert? Wie hoch sollen Aufwandsentschädigungen sein? Da sind noch viele Fragen offen." www.ich-will-helfen.de, Hotline: mittwochs, 10 - 11 Uhr, donnerstags, 10 - 11 Uhr, Tel. 0 60 74 / 3 01 77 56.
Offenbach-Post Börse für Helfer und Leute, die Hilfe benötigen Ober-Roden (lö) - Nils Ahlgrimm hat dienstagnachmittags und am Wochenende Zeit, um anderer Leute Hunde auszuführen oder "etwas für den Wald zu tun". Verena Heschler kann pro Woche drei bis vier Stunden abzwacken, um ältere Menschen zu Terminen zu fahren oder ihnen beim Einkaufen zu helfen. Der Schüler und die Hausfrau sind zwei von bislang zehn Rödermärkern, die auf der Internetseite "www.ich-will-helfen.de" ihre "Dienste" anbieten. Auch Exoten wie Laura Nossing, die Kindern das Rhönrad-Turnen beibringen möchte, oder Birgit Gursky, die ihre Fähigkeiten über eine Partei einbringen will, findet man dort. Ihnen gegenüber stehen über 30 Vereine, soziale Organisationen, Initiativen und Privatpersonen, die Hilfe auf allen möglichen Gebieten suchen. Die Spanne reicht vom MTV Urberach, der Hobby-Gärtner für seine Außenanlagen sucht, bis zur Fraternität der Behinderten und Langzeitkranken, auf deren Wunschzettel Begleiter für Theaterbesuche oder Reisen stehen. "Ich will helfen" will sie zusammenbringen. Ober-Rodens evangelischer Pfarrer Matthias Welsch hatte die Initiative mit Unterstützung der Stadt im Frühjahr vorgestellt, um das Ehrenamt weiter zu fördern. Grundlage war eine Studie des Bundesfamilienministeriums , die zwei Dinge festgestellt hatte: Fast jeder vierte Deutsche - in Rödermark also fast 7 000 Menschen - ist bereit, sich freiwillig zu engagieren. Doch weil er nicht weiß, wo er gebraucht wird und wie er gegebenenfalls versichert ist, lässt er die Finger davon. In einer ersten Phase fragte die Initiative zunächst bei Vereinen, Kirchen und anderen Verbänden nach dem Bedarf an Hilfe. Welschs erstaunliche Erkenntnis: "Dies scheint trotz allen Lamentos über die fehlenden Ehrenamtlichen nicht ganz einfach gewesen zu sein. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis zumindest einige Anfragen formuliert waren." War‘s Skepsis gegen das Internet? Oder war‘s Furcht, sich vor der Konkurrenz bloß zu stellen? Pfarrer Welsch, der auch Kommunikationswirt ist, fand noch keine Antwort auf diese Frage. Mit Ausschreibungen dieser Art - zuvor noch klassisch im gedruckten Gemeindebrief - hat er jedenfalls gute Erfahrungen gemacht: Diverse Tätigkeiten innerhalb der Kirchengemeinde konnten so an den Mann oder die Frau gebracht werden. Und auch Elisabeth Butnen, Evelyn Ostoike und Petra Bürgam, die die Büroarbeit von "Ich will helfen" übernehmen, meldeten sich nach einer solchen "Anzeige". Im Dezember hatte die Initiative Broschüren in ganz Rödermark verteilt. Das weckte das Interesse an "Ich will helfen". Noch im alten Jahr klickten rund 300 Neugierige die Internetseite an, im Januar zählte Welsch bis gestern mehr als 200 Zugriffe. Wer nicht ins Internet gehen will, kann sich mittwochs (10 bis 11 und 17 bis 18 Uhr) sowie donnerstags von 10 bis 11 Uhr unter Tel.: 06074 3017756 über "Ich will helfen" informieren. Sprechstunden hat das Beraterinnen-Trio mittwochs von 17 bis 18 Uhr im evangelischen Gemeindebüro in der Rathenaustraße und donnerstags von 10 bis 11 Uhr im ehemaligen Feuerwehrhaus von Ober-Roden. Nach Ansicht von Hans Lucas (Leitstelle "Älter werden"
des Kreises) könnte das Rödermärker Modell zu einem Pilotprojekt
für den ganzen Kreis werden.
Evangelische Kirchenzeitung
Offenbach-Post Evangelische Gemeinde mit "Gockel Infos"
Ober-Roden (ey) Der Gemeindebrief und die Internetseite der Evangelischen
Kirchengemeinde Ober-Roden warten mit einem neuen Erscheinungsbild auf.
Um deutlich zu machen, dass beide Produkte nicht nebeneinander, oder
gar gegeneinander existieren, sondern sich vielmehr in der Öffentlichkeitsarbeit
ergänzen, wurde das Layout angeglichen.Ein gemeinsamer Name soll
deutlicher machen, dass es sich um Informationen der Evangelischen Kirchengemeinde
handelt. Die Internetseite ist fortan nicht mehr nur unter der bisherigen
Adresse www.dike.de/Gemeinde-Ober-Roden zu erreichen. Hinzu kommt die
deutlich leichter zu merkende und in Anlehnung an das Logotier der Gemeinde
reservierte Domain www.gockel.info.Auch der Gemeindebrief, in der Vergangenheit
von einem Teil der Leser sowieso schon als "Gockel-Blättchen"
tituliert, wird künftig mit dem Untertitel gockel.info ausgeliefert.Inhaltlich
hatte der Gemeindebrief bereits in den vergangenen drei Jahren eine
Wandlung durchgemacht und sich von einem reinen Mitteilungsblatt rund
um das Gemeindeleben zu einem kleinen Magazin weiterentwickelt. Neben
den gewohnten Informationen wird mittlerweile ein aktuelles, meist regionales,
Thema ausführlich behandelt. Auch im neuen Layout sind wichtige
Indetifikationspunkte, wie die gelbe Einbandfarbe und das handliche
Format, erhalten geblieben. Während 1999 bei der Gemeindebefragung
lediglich zwei Prozent der Befragten angaben, regelmäßig
die Homepage der Kirchengemeinde zu besuchen - den Gemeindebrief lasen
85 Prozent der Befragten - hat sich die Internetseite mitlerweile zu
einem vielbeachteten Projekt entwickelt. Knapp 2000 Besucher registrieren
die Macher der sechsköpfigen Internetredaktion im Monatsdurchschnitt.
Das ist in etwa so viel, wie auch die offizielle Webseite der Stadt
Rödermark zu verzeichnen hat, worauf Matthias Welsch nicht ohne
Stolz hinweist. Die Gemeindemitglieder können sich nicht nur in
Rödermark, sondern auch auf Reisen über Neuigkeiten aus der
Gemeinde informieren. Paradebeispiel Ein Gemeindemitglied, das die kalte
Jahreszeit in Kalifiornien verbringt, meldet sich aus Übersee über
das Internet zur kommenden Seniorenfreizeit an.Neu ist nach der Überarbeitung
vor allem der Kopf der Seite mit den Gesichtern von Gemeindemitgliedern,
der damit den Leitsatz der Kirchengemeinde "Wir sind eine aufgeschlossene,
lebendige, auf den Menschen bezogene Gemeinde" symbolisieren soll.
Über 200 Seiten stehen mittlerweile im Internet und informieren
"über so ziemlich alles", so die Redaktionsmitglieder
Christine Ziesecke und Matthias Welsch, was im Gemeindeleben von Belang
ist.Von wichtigen Terminen, über die Vorstellung der einzelnen
Gruppen bis hin zu geschichtlichen Daten über die Gemeinde bleiben
nur wenige Fragen offen. Bekannt ist mittlerweile unter anderem auch
der Gockeltest, bei dem die Internetredaktion Restaurants in der Region
kritisch unter die Lupe nimmt. Auch die Predigten von Matthias Welsch
sind zu besichtigen.Meist können die Texte sogar schon vor der
sonntäglichen "Uraufführung" in der Kirche auf der
Internetseite eingesehen werden.
Evangelische Kirchenzeitung Fünf Gockel für die Pasta Viele Türen stehen in der Kirchengemeinde in Ober-Roden offen.
Eine führt zu den Gottesdiensten, eine zur Seelsorge und eine weitere
zum Gästebuch der Gemeinde. Um dort einen Gruß oder eine
Anmerkung los zu werden, muss niemand in den Stadtteil von Rödermark
im Südosten von Frankfurt fahren. Das Gästebuch ist Teil des
Internetauftritts. Seit 1998 ist die rund 3600 Mitglieder zählende
Gemeinde im weltweiten Netz vertreten und gehört damit zu denjenigen,
die den Nutzen des neuen Mediums recht früh für sich erkannt
haben.
ZUR SACHE Frankfurter Rundschau (Lokal-Rundschau) vom 07.07.2000: Fluchtweg zu Papst Johannes Paul offen gelassen Kirchengemeinde in Ober-Roden schlägt mit ihrer Homepage Rekorde / 5550 User allein im Mai registriert Von Anja Laud Mit ihrer Homepage bricht die evangelische Kirchengemeinde Ober-Roden Rekorde. Bei ihrem Start im Juni 1999 gingen gerade mal 352 Nutzer auf die Internetseite. Im Mai diesen Jahres waren es über 1400. Die meisten klickten die Taufsprüche und die Predigten des Gemeindepfarrers an. RÖDERMARK. Ein Hahn hüpft auf der Homepage wie ein Flummi
auf und ab. So quirlig wie das Wahrzeichen der 3555 Mitglieder großen
Kirchengemeinde ist auch ihr Auftritt im Worldwide Web. "Wir haben bei
unseren Redaktionskonferenzen immer sehr viel Spaß", sagen Christine
Ziesecke und Thorsten Behrens, zwei der insgesamt fünf Mitglieder
der Internet-Redaktion der Gemeinde. Der Spaß, den sie haben,
ist ihrem Produkt anzumerken.
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