Unsere Teilnahme 2003 - Ein Bericht

Geschafft!! Der 24-Stunden-Lauf ist vorüber. Dieser Lauf wird vom Verein „Gemeinsam mit Behinderten“ seit vielen Jahren in Dudenhofen veranstaltet, und alle Spenden, die an diesem Wochenende gesammelt werden, kommen dem Verein zu Gute.
Jedes Jahr laufen ungefähr 50 Mannschaften. Eine Mannschaft besteht (wenn möglich) aus zehn Läufern, von denen jeweils immer nur einer auf der Bahn sein darf. Jedes Team versucht so viele Runden wie möglich zu laufen.

Für die Evangelische Jugend Ober Roden hat der 24-Stunden-Lauf mit der Zusammenstellung der Mannschaft angefangen, was gar nicht so einfach war. Denn erst vier Tage vor dem Start hat unsere Mannschaft ihren zehnten Läufer gefunden.
Doch dann konnte es endlich losgehen. Einige von uns trafen sich am Freitag, den 12.September, und fuhren mit dem neuen Gemeindebus nach Waldacker zur Familie Ziesecke, um die Zeltstangen, Planen, Sonnenschirme, Bänke und so weiter einzuladen.
Angekommen auf dem Sportplatz in Dudenhofen, durften wir uns mit einem riesigen Puzzle beschäftigen, das einmal unser Zelt werden sollte. Schon bald merkten wir aber, dass es gar nicht funktionieren konnte, da wir eine falsche Zeltstange dabei hatten. Einer unserer Mithelfer musste wieder zurückfahren um die Stange auszutauschen. In der Zwischenzeit versuchten wir zu viert weiter aufzubauen, aber leider ergab auch die Beschriftung der Stangen keinen Sinn, so dass wir weiter an unserem Puzzle arbeiten mussten.

Am Samstag war zum ersten Mal die gesamte Mannschaft versammelt, da es nun langsam auf den Start zu ging. Wir machten uns langsam warm und besprachen anschließend unsere Laufstrategien. Kurz vor zwölf ging unser erster Läufer zum Start. Die Spannung stieg immer weiter und schon bald darauf hörten wir den Startschuss. Jetzt waren wir mitten drin!
Am Anfang verlief die Zeit noch im Fluge und schon bald fanden wir uns auf der ersten Zwischenwertung auf dem zweiten Platz wieder. Leider folgte schon wenige Stunden später der erste Niederschlag, denn einer unserer Mitläufer wurde von einer Hornisse gestochen und lief am Anfang noch tapfer gegen den Schmerz an, aber schließlich ging er doch ins Sanitätszelt, wo er behandelt wurde. So liefen wir also einige Zeit nur noch zu neunt. Zum Glück kam er aber wieder, bevor ein weiterer Läufer ausfiel. Verletzungsbedingt musste er in der Nacht nach Hause fahren und wir waren zum zweiten Mal zu neunt. Diesmal war es noch härter, weil er bis zum Ende nicht wieder kam. Besonders in diesen Stunden war es für die Läufer sehr anstrengend, doch einige Zuschauer blieben die ganze Nacht bei uns, um uns zu unterstützen und immer wieder aufzumuntern. Dank dieser tollen Hilfe war die Nacht ein wenig leichter zu ertragen.
In der Zwischenzeit befanden wir uns auf dem dritten Platz, welchen wir einige Zeit hielten. Dann wechselten wir in der Nacht unsere Laufstrategie und wir liefen in zwei fünfer Gruppen, in welcher jeder Läufer jeweils sieben Runden zu laufen hatten. Während dessen hatte die andere Gruppe ungefähr eine Stunde Pause, die man meistens zum Schlafen benutzte. Nach dieser Stunde, für die jeder Läufer dankbar war, fiel das Weiterlaufen aber umso schwerer. Wir waren auch froh, zwei Wärmestrahler vor unserem Zelt zu haben, vor denen man sich immer wieder aufwärmen konnte, was auch dringend nötig war, da es jedes Mal, wenn man aus dem Schlafsack kam, ziemlich kalt war. Nach einer endlos scheinenden Nacht graute endlich wieder der Morgen und die Besucher nahmen wieder zu. Doch leider gab es für uns Läufer schon wieder eine schlechte Nachricht, denn zum Einen waren wir nur noch auf dem vierten Platz und zum anderen fiel für einige Zeit ein weiterer Läufer aus. Da dieser unter Durchfall litt, konnte er verständlicherweise längere Zeit nicht laufen, und auch die Kohletabletten von unseren Helfern schienen nicht zu wirken.
Langsam, aber sicher ging es auf die lang ersehnten 12 Uhr zu. Wir versuchten unser Tempo zum Schluss noch einmal zu steigern, doch wir blieben weiterhin auf dem vierten Platz, worüber wir uns am Schluss doch sehr freuten.
Doch trotz allem fanden wir es alle sehr toll, bei diesem Lauf dabei zu sein, auch wenn zwischendurch kamen Kleinigkeiten wie Krämpfe, Zerrungen,... auftraten. Zum Schluss humpelten wir noch eine Ehrenrunde und warteten anschließend auf die Siegerehrung. Schon bald darauf fielen wir alle zu Hause in unsere Betten.

In diesem Jahr haben wir endlich unserem Mannschaftsnamen wieder alle Ehre gemacht, denn wir waren seit langem die jüngste Mannschaft der Evangelischen Jugend Ober Roden und hatten sogar mal wieder weibliche Mitläuferinnen.
Insgesamt liefen wir 907 Runden (362 km) und blieben dann doch noch bei unserem vierten Platz, was mit so einer jungen Mannschaft und sehr viel Konkurrenz schon eine starke Leistung war. Alles in allem war es natürlich sehr anstrengend, aber auch eine tolle Erfahrung, was wir nicht zuletzt auch den freiwilligen Helfern beim Auf- und Abbau sowie unseren Betreuern in der Nacht zu verdanken hatten.


Tanja Wiedenmann & Sarah Mertins (beide selbst Läuferinnen)



Start

Was ist der 24h-Lauf?

Fans und Betreuer

Teilnahme 2004:

Zahlen 2004
Bericht 2004
Mannschaft 2004
Fotos 2004

Teilnahme 2003:

Zahlen 2003
Bericht 2003
Mannschaft 2003
Fotos 2003

Teilnahme 2002:

Zahlen 2002
Bericht 2002
Mannschaft 2002            

Teilnahme 2001:

Zahlen 2001
Bericht 2001
Mannschaft 2001

Die offizielle Seite des Veranstalters finden Sie unter www.24hlauf.de

 


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Letzte Aktualisierung: 28.Jun.2006 tw
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