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gockel.info -
Die neue Öffentlichkeitsarbeit der Kirchengemeinde
In der Gemeindebefragung 1999 gaben 85% der Befragten an, den Gemeindebrief
regelmäßig zu lesen. Ein überwältigendes Ergebnis,
genauso wie die Auszeichnung mit dem Propsteipreis der EKHN im selben
Jahr. Beide Auszeichnungen sind aber kein Grund für die
Gemeindebriefredaktion, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen:
Inhaltlich hat sich der Gemeindebrief in den letzten drei Jahren von einem
Mitteilungsblatt rund um das Gemeindeleben zu einem kleinen Magazin gewandelt,
das neben den gewohnten Informationen ein aktuelles, meist regionales
Thema behandelt, bei dem nicht unbedingt der direkte Bezug zur Kirchengemeinde
erkennbar ist.
Mit der Ausgabe Oktober / November 2002 erstrahlt der Gemeindebrief jetzt
in einem neuen Layout, bei dem die wichtigsten Punkte aber erhalten geblieben
sind: die gelbe Einbandfarbe, das handliche Format und der Gockel als
Logo und Siegelsymbol der Gemeinde. Dieser hat dem neuen Gemeindebrief
auch seinen Namen gegeben: gockel.info
www.gockel.info ist gleichzeitig die neue Adresse der Kirchengemeinde
im Internet.
Während 1999 bei der Gemeindebefragung nur 2% der Befragten angaben,
die Homepage zu lesen (in der Aufrufstatistik stehen zu der Zeit zirka
300 Besucher im Monat), ist sie inzwischen mit zirka 2000 Besuchern im
Monat zu einem vielgelesenen Medium geworden. Viele Inhalte decken sich
mit denen des Gemeindebriefes, andere, wie z.B. der Gockeltest
oder die Informationen zu Taufe und Trauung, sind aber nur im Internet
zu finden und somit eine Ergänzung in der Öffentlichkeitsarbeit
der Gemeinde. Um jetzt auch äußerlich darzustellen, dass beide
Medien nicht neben- oder gar gegeneinander existieren, sondern sich in
der Öffentlichkeitsarbeit ergänzen, haben sie ein Layout erhalten,
das ihre Gemeinsamkeiten deutlich herausstreicht. Der gemeinsame Name
macht deutlich, dass es sich um Informationen aus der Evangelischen Kirchengemeinde
Ober- Roden handelt.
Thorsten Behrens
Der neue Gemeindebrief, die Kirchengemeinde und unser Logotier
Der Kirchengockel erzählt aus seinem Leben....
Darf ich mich vorstellen, ich
bin der offizielle Kirchengockel
der Evangelischen Kirchengemeinde
Ober-Roden.
Heute bin ich fast ein Star. Ursprünglich hat es aber einmal ganz
harmlos angefangen. Damals vor über 70 Jahren kam dieser Mann zu
uns auf den Bauernhof. Er stand mit dem Bauern zusammen und sie tuschelten
vor meinem Käfig. Kurz darauf gab es einen Handschlag und dann packte
der Bauer mich an den Füßen und drückte mich diesem Fremden
in die Hand. Dann fuhren wir in seinem Auto weg das erste Mal,
dass ich meinen Bauernhof verlassen hatte. Am nächsten Tag erfuhr
ich dann, wer dieser fremde Mann war er war wohl Pfarrer und wohnte
in einem sehr großen Haus. Ich aber sollte auf das Dach der Kirche
kommen, dessen Chef er irgendwie zu sein schien. Von nun an war ich der
offizielle Kirchengockel der Evangelischen Kirchengemeinde Ober-Roden.
Eigentlich ist das ja ein toller Job: Man kann ganz Ober-Roden überblicken,
ich weiß genau, wer sich nur an Weihnachten in den Gottesdienst
verirrt (immerhin, einmal im Jahr!) und wann die Konfis wieder Karten
spielen. Allerdings kann ich da oben leider auch bis nach Orwisch gucken,
ständig fällt mir auf, dass die Katholiken eine viel größere
Kirche haben, und im Winter und bei Regen ist es auch äußerst
unbequem da oben. Aber ansonsten hat mir der Job immer Spaß gemacht.
Aber dann, auf einmal, kamen diese Kirchenleute auf die Idee, ich könnte
ja auch als Model arbeiten. Von nun an posierte ich auf Handzetteln und
Plakaten oder auch auf dem Gemeindebrief. Eine Gehaltserhöhung gab
es dafür nicht, nicht mal einen Regenschirm! Immerhin treffe ich
jetzt aber ab und zu bei großen Veranstaltungen den Fisch von der
Petrusgemeinde und habe etwas Gesellschaft.
1992 wollten die dann von
mir noch mehr Arbeit und wieder keine Lohnerhöhung!
Von nun an sollte ich als Siegel
arbeiten. Ein Kreuz war
den Kirchenleuten zu normal,
sie wollten unbedingt mich.
Also haben sie sich mit der
Kirchenleitung in Darmstadt
angelegt (Die hatten wenigstens
ein Herz für Tiere!),
damit sie das auch dürfen.
Ich würde so etwas wie die
Identität der Gemeinde widerspiegeln
und habe schon
eine herausragende
Bedeutung.
Eigentlich ist das ja eine
tolle Sache aber hat eine
Identität nicht auch einen
Namen? Ich wurde überall
draufgedruckt und dann auch
gesiegelt, aber geschrieben
wurde ich nie.
Diese Beschwerden scheinen sie nun gehört zu haben! Ich
stehe vor dem Durchbruch zu
einem internationalen Star!
Von nun an werde ich die Kirchengemeinde
weltweit, das heißt
im Internet,
vertreten.
Die Homepage
der Gemeinde ist ab
jetzt unter mir, d.h.
www.gockel.info zu
erreichen.
Damit meine
internationale Karriere
ein wirklicher Erfolg
wird, haben sich
diese Kirchenleute
auch ein ganzes
Marketingkonzept einfallen
lassen. Daher nimmt mein
Name nun auch auf dem
Gemeindebrief eine
besondere
Stellung ein
da steht
nämlich nun
gockel.info drauf.
Dadurch soll die
Verbundenheit
zwischen
meinem
zweimonatlich erscheinenden
Fanmagazin
und der
Internetseite
deutlich
werden.
Ähnlich
sind sich die beiden
Informationsquellen
der Kirchengemeinde ja
schon lange: Den
Gemeindebrief
kann man auch auf der
Homepage nachlesen, die
Homepage veröffentlicht Änderungen
und
Aktualisierungen
zum Gemeindebrief,
mehr Fotos zu Artikeln findet
man auf der Homepage, Ver
weise auf das Internet hingegen
wieder im
Gemeindebrief.
Diese Verbundenheit
soll nun auch optisch zum
Ausdruck kommen
und weiter
ausgebaut
werden.
Die
Aktualität
des Internets
soll den
Gemeindebrief ergänzen,
aktuelle
Änderungen und
mehr Informationen
sind jederzeit im
Internet abrufbar.
Deshalb stehen in
den grauen
Seitenstreifen immer die
Internetadressen,
wo es mehr Informationen
gibt.
Eigentlich kann bei einem so
einleuchtenden Konzept meiner
Karriere nichts mehr im
Weg stehen. Fast bin
ich schon ein
richtiger
Star!
Nur eins
stimmt nicht, das
Gehalt ist immer
noch so niedrig wie
damals, nicht einmal
die Inflation ist
berücksichtigt!
Michael
Jackson verdient
Millionen,
und ich?
Nicht einmal ein Regenschirm
ist bisher drin gewesen.
Vielleicht sollte ich
mal zur
Gewerkschaft gehen....
Thilo Weber
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